The Making-Of


Workshop im [Haus der Jugend]
Workshop im [Haus der Jugend]
Workshop im [Haus der Jugend]
Infostand beim Jugendgipfel 2011
Infostand beim Jugendgipfel 2011
Workshop beim Jugendgipfel 2011
Workshop beim Jugendgipfel 2011

Das [Haus der Jugend] war in den vergangenen mehr als 15 Jahren vor allem auch durch Streetdance-Contest und die BreakDownSouth in der Regio bekannt!

 

Der Streetdance Contest war dabei mit seinem besonderen Konzept „for girls only“ ausschließlich  Mädchen zugänglich – dies galt auch für das Publikum und alle Helferinnen, bis hin zur Technik und Security!  Dieses Konzept hatte über viele Jahre hinweg großen  Zuspruch. Es gab dann aber verstärkt Stimmen dafür, auch Jungen un Männern die Teilnahme zu ermöglichen – sowohl im Publikum, aber vor allem auch auf tänzerischer Ebene. Diesem Wunsch sind wir mit BreaDownSouth nachgekommen an dem Mädchen und Frauen neben Jungen und Männern auf der Tanzfläche genauso vertreten waren wie in der Jury.

 

Die BreakDownSouth war eine in der süddeutschen Szene weit bekannte Veranstaltung mit internationalen Gästen und Jurymitgliedern aus ganz Europa. Diese Veranstaltung vereinte eine Nachwuchsbattle, eine Crewbattle für ältere Jugendliche und kleinen Showacts die für Furore sorgte.

 

Durch den langjährigen Kontakt in die verschiedenen Hip-Hopszenen , vielen Tänzerinnen und Tänzer - Old-Schoolern - breakdancern, Hip hopern uvm.  erhielten wir den Eindruck, dass beide Contests zwar immer noch gefragt, aber auch etwas zu eingeschliffen waren und Veränderungen gewünscht waren und wir uns daher entschlossen, neue Event-Optionen zu prüfen!

 

Die Grundidee war beide Tanzevents zu öffnen und im Sinne eines großen Festivals  über das Tanzen hinaus die weiteren traditionelllen Elemente des HipHops zu bedienen.

 

In der Freiburger Regio sind vergleichbare Veranstaltungen nicht, oder nicht mehr vorhanden: Bereits seit einigen Jahren gibt es die Neuenburg-Jam nicht mehr und ein kleineres Festival in Offenburg bedient die Szene nur alle zwei Jahre!

 

Das letzte Großereignis in Freiburg dieser Art war 2003 im Rahmen des Jugendkulturfestivals des Jugendbildungswerkes, als ein thematischer Unterpunkt!

 

Erste Feedbacks von Jugendlichen bestätigten den Eindruck, dass ein „Back To The Roots“, also eine Veranstaltung mit Jam-Charakter, welche die Grundelemente des HipHops - Graffiti, Djing, Rap und natürlich Tanzen - miteinander verbindet, in Freiburg auf eine breite Basis bauen kann und schon lange überfällig war!

 

Da das [Haus der Jugend] als Veranstalter nicht an den Jugendlichen Interessen vorbei planen wollte, wurden Hearings mit Jugendlichen geplant. Das erste Hearing fand im Dezember 2010 mit über 20 Jugendlichen (überwiegend TänzerInnen aus den Tanzangeboten im [Haus der Jugend], sowie zwei  Sprayern, einem DJ/MC und einem Rapper) statt.

 

Hier wurden erste Fragestellungen in Kleingruppen zur konkreten Angebotsstruktur, aber auch zum zeitlichen und räumlichen Rahmen eines solchen Events bearbeitet. Vertieft wurden diese ersten Inputs beim Jugendgipfel 2012, bei dem wesentlich mehr Jugendliche befragt werden konnten. Neben einem vorbereiteten Fragebogen auf Grundlage des 1. Hearings an einem Stand, gab es für Interessierte ein Diskussionsforum unter Beteiligung mehrerer – aus verschiedenen Bereichen des HipHops kommenden – erfahrenen Szeneangehörigen.

 

Als Abschluss dieses Prozesses wurde durch das [Haus der Jugend]-Team auf Grundlage der gesammelten Ergebnisse ein grobes Konzept für ein HipHop-Festival erstellt und erneut den Jugendlichen in einem Hearing vorgestellt. Die letzten nötigen Modifikationen in den Details wurden abschließend wieder mit den Jugendlichen der jeweiligen Szenen und mit den Multiplikatoren abgeklärt!

 

Folgende Inputs und Ideen konnten dabei festgehalten werden und wurden im JamDownSouth-Festival umgesetzt:

 

Neben einem klassischen Contest-Szenario in den verschiedensten Bereichen des HipHop (Tanz/Graffiti) ging es vor allem auch darum, Workshops anzubieten. 

Um hier nicht zu sehr mit kommerziellen Anbietern in Konkurrenz zu treten,entwickelte sich schnell die Idee, die Workshops eher an Fortgeschritten auszurichten, dabei aber inhaltliche, innovative Cross-Over zu erreichen, die den jugendlichen Wünschen nach „über den eigenen Schüsselrand“-Schauens gerecht werden wollten. 

So wurden einigen Workshops die Leitungen interdisziplinär besetzt, um neue Erfahrungen zu ermöglichen, etwa dadurch dass bei einem Tanzworkshop als Leitung TänzerInnen mit SchauspielerInnen kombiniert werden.

Eine weitere interessante Komponente war der Wunsch nach der Auseinandersetzung mit dem HipHop Spirit: Das Selbstverständnis dieser Kultur zu hinterfragen, die geschichtliche Entwicklung Revue passieren zu lassen und Fragen nach aktuellen Haltungen zu diskutieren. So gab es neben einem HipHop-Kino mit vielen Dokumentarfilmen aus der Szene auch eine Ausstellung und eine Podiumsdiskussion! 

Auch der Musikbereich wird vertreten sein, bei dem es im Vorfeld ein Band-Casting gab und so drei lokale Vorgruppen für den „Mainact“ des Freiburger Rappers Malik ausgewählt wurden. Malik, der bereits mit Gentelman,Xavier Naidoo und weiter Größen auf der Bühne stand, startete damals mit der Jam.DownSouth seine Deutschlandtournee. Da für dieses Casting Songs eingereicht werden mussten konnte im [Haus der Jugend] unter fachkundiger Leitung einen Demosong erstellen. Alle eingereichten Songs wurden zusätzlich beim „Demo-Scan“ von einem fachkundig besetzten Podium am dritten Veranstaltungstag für alle Interessierten bewertet und in einer konstruktiven Kritik an die jungen Musiker vermittelt. 

Highlight im Graffiti-Bereich war neben einer live-Battle vor allem der „Train of Fame“ : Ein im Vorfeld eingereichte kleine, nach einer Vorlage aus Papier gebastelter Zug, der „ganz legal“ mit Graffiti bemalt wurden und von einer Jury bewertet wurden – natürlich wurden diese genauso wie großen Arbeiten in eine kleinen Ausstellung präsentiert!  

Rückwirkend kann gesagt werden das auch wenn nicht alle dem Old-School- unity-Gedanken einer Jams die große Bedeutung beimasen ergab sich hier die Chance, eine Woche lang ein HipHop-Spektakel zu erleben, bei dem viele auch in andere Sparten des HipHops eintauchen und viele neu und alte  Bezugspunkte finden konnten.

 

... und was kam dann?

"Nichts so stetig wie der Wandel ..."  (grichischer Philosoph Heraklit; 500 vor dem Beginn unserer Zeitrechnung):

Heraklits Worte bedeutete für das Team des Haus der Jugend dass sie sich ganz und gemäß ihres Auftrages weiterhin der stadtweiten Jugendkultur verpflichtet fühlte aber dennoch auch als Ergebniss aus den vergangenen Großevents für sich den Schluß zog, sich wider verstärkt der lokale Nachwuchsarbeit zu widmen.
Getreu unserem Leitbild wollen wir begeistern,neugierig machen, Engagement fördern, Herausforderungen und persönlichen Rückhalt bieten.

Dabei legen wir einen großen Wert auf Miteinander, auf Austausch, Rücksichtnahme und Respekt . Daher gestalten wir unser Angebot so, dass alle Freiburger Kinder und Jugendliche daran teilnehmen können. Zusammenarbeit ist uns wichtig. Wir stehen für besondere Ideen, haben den Mut Neues zu erproben, sind zuverlässig und ein kompetenter Partner für alle Einrichtungen und Gruppierungen deren Ziel die Förderung von Kindern und Jugendlichen ist.

So wurde JamDownSouth -junior 2014 zum Leben erweckt. Eine Breakdance-Veranstaltung für den Tanz-Nachwuchs, deren Freunden und Familien unter der Inanspruchnahme der Unterstüzung, dem Netzwerk, der Kooperation mit Mitgliedern der breakdance und Hip Hop Kulturszene.

Neben dem Wettkampf ist daher auch immer Raum für gemeinsames Kennenlernen und Ausprobieren  der weiteren Elemente der HipHop Kultur. In Familärer Stimmung , unter den strengen aber gerechten Augen einer hochkarätigen Jury, wird die Chance geboten sich als Tanzcrew zu präsentieren. Hir kannst du dich mit den anderen in einem friedlichen , berührungslosen "Streitkampf", messen. Neben der mehr oder weniger korrekten Ausführung der tänzerischen Elemente werden dabei auch immer der Mut, die Kreativität, das Zusammenspiel der crewmitglieder, die Fairnis und deine Präsenz auf und um die Tanzflächen bewertet. Die ganze Vielfalt der Teilnehmenden aber auch die Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks darf/soll dabei gezeigt werden. Denn wir sind fest davon überzeugt das ist unsere/eure Stärke. 

 

Daher freuen uns euch/Sie an diesem aktuellen Event willkommen zu heißen und genau dieses gemeinsam zu feiern.